Häufige Fragen

Auf dieser Seite beantworten wir häufige Fragen, die uns gestellt werden. Sollten Sie auf Ihre Frage keine Antwort finden, senden Sie uns gerne eine E-Mail oder rufen Sie an. Kontakt

Selbstverständlich sind nicht nur Probeeinstellungen (für die es bis zu drei Monate eine Fördermöglichkeit gibt) möglich, sondern auch kurze Hospitationen oder längere unbezahlte Betriebserprobung. Ein Jobcoach begleitet Sie und den Teilnehmer oder die Teilnehmerin bei der praktischen Erprobung.

Das ist abhängig von der Art der Schwerbehinderung. Wer zum Beispiel blind ist, braucht einen anderen Arbeitsplatz und andere Formen der Unterstützung als jemand mit einem Rückenleiden oder einer psychischen Erkrankung. Wir informieren und beraten Sie bei allen Fragen rund um die Beschäftigung und vermitteln gegebenenfalls an spezielle Fachstellen weiter.

Wer blind ist oder im Rollstuhl sitzt, gilt als schwerbehindert. Aber auch Menschen, die unter Diabetes leiden, einen Unfall hatten, eine Krebserkrankung überstanden haben oder die psychisch krank sind, können eine anerkannte Schwerbehinderung haben. Die grundsätzlichen Regelungen und Fördermöglichkeiten gelten für alle Arten einer anerkannten Schwerbehinderung. An unserem Projekt nehmen deswegen auch Menschen mit ganz unterschiedlichen Arten der Schwerbehinderung teil.

Die konkrete Unterstützung ist sehr vielfältig und wird auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie auf die Anforderungen des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin ausgerichtet. Dazu gehören Information und Beratung für Beschäftigung oder Gestaltung des Arbeitsplatzes, die Begleitung während einer betrieblichen Erprobung und der Beschäftigung durch einen Jobcoach, ebenso vielfältige finanzielle Fördermöglichkeiten.

Bei der Einstellung und Beschäftigung von Menschen mit einer Schwerbehinderung können Sie abhängig vom individuellen Bedarf unter anderem folgende finanzielle Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen:

  • Individueller Eingliederungszuschuss zum Arbeitsentgelt.
  • Zuschuss und/oder Darlehen für die behinderungsgerechte Einrichtung eines Arbeitsplatzes.
  • Zuschuss bei außergewöhnlichen Aufwendungen oder Belastungen (z.B. Einarbeitung und Betreuung) oder verminderte Arbeitsleistung.
  • Finanzielle Förderung bei der Schaffung eines neuen Arbeits- oder Ausbildungsplatzes.
  • Zuschuss für eine Probebeschäftigung (bis zu drei Monate).
  • Zuschuss für Arbeitshilfen im Betrieb.

Darüber hinaus haben Menschen mit einer anerkannten Schwerbehinderung Anspruch u. a. auf folgende individuelle Leistungen, die ihre Arbeitsfähigkeit verbessern sollen: Technische Arbeitshilfen, notwendige Arbeitsassistenz, Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten (Qualifizierung), Hilfen in besonderen Lebenslagen sowie zum Erreichen des Arbeitsplatzes.

Jobcoaching ist praxisnahes Lernen unmittelbar am Arbeitsplatz. Unsere Jobcoaches begleiten den Prozess der Arbeitsaufnahme und unterstützen bei der betrieblichen Integration. Sie kommen in den Betrieb, arbeiten bei Bedarf mit, leiten an, klären auf und unterstützen bei der Kommunikation. Sie arbeiten praxisnah und lösungsorientiert. Auf Grund ihrer engen betrieblichen Einbindung sind sie nicht nur für die Menschen mit einer Schwerbehinderung, sondern auch für Arbeitgeberinnen Arbeitgeber sowie für Kollegeninnen und Kollegen ein wichtige Ratgeber.

Die Jobcoaches begleiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer individuell vom ersten Tag der Teilnahme am Projekt. Sie kennen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer daher sehr gut und können sie gezielt auf eine Beschäftigung vorbereiten. Die Begleitung durch einen Jobcoach sowie die Beratung der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber findet auch während der betrieblichen Erprobung und bis zu 15 Monate nach Beginn einer Beschäftigung statt.